Der Grüne Gockel - Kirchliches Umweltmanagement
Zusammen mit der Kirchengemeinde St. Lukas beteiligt sich auch das Spirituelle Zentrum St. Martin am kirchlichen Zertifizierungsprogramm "Der Grüne Gockel".
Dabei überprüfen kirchliche Einrichtungen ihre gesamte Arbeit auf ihre Auswirkungen auf Umwelt und Nachhaltigkeit. In etwa einem Jahr sollen konkrete Veränderungsvorschläge gemacht und umgesetzt werden - das reicht vom Stromverbrauch über Wärmedämmung, Lebensmittel, Büromaterial, Verkehrsmittel und Geldanlagen bis hin zu regelmäßigen Informationsveranstaltungen und theologischer Besinnung auf unsere Rolle und Aufgabe als Teil der Schöpfung.
Die folgenden Leitlinien sind Zielvereinbarungen, die künftig unser Leben und Handeln im Spirituellen Zentrum St. Martin mehr und mehr bestimmen sollen.
Schöpfungsleitlinien St. Lukas/St. Martin München:
Präambel: „Im Glauben an die Liebe Gottes, des Schöpfers, erkennen wir dankbar das Geschenk der Schöpfung, den Wert und die Schönheit der Natur. Gemeinsam wollen wir uns für nachhaltige Lebensbedingungen für die gesamte Schöpfung einsetzen“. (Charta Oecumenica, 22.04.2001)
Wir sehen uns dabei verankert im Ökumenischen Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung.
Wir verstehen Schöpfungsverantwortung als eine Kernaufgaben der Kirchen
Wir glauben, dass wir diese Erde und unser Leben dem Wirken Gottes verdanken. Den Schöpfungsauftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren, nehmen wir als Ganzes an. Deshalb betrachten wir den Schutz der Natur und der Umwelt als eine wichtige Aufgabe, die alle Bereiche kirchlichen Handels berührt.
Wir achten das Lebensrecht der Menschen in anderen Regionen der Welt
Wir wollen mit den Rohstoffen dieser Erde so umgehen, dass unsere Lebensqualität nicht Umweltzerstörung, Ungerechtigkeit und Armut in anderen Regionen der Einen Welt auslöst. Wir bevorzugen beim Einkauf fair gehandelte Produkte.
Wir achten das Lebensrecht künftiger Generationen
Wir berücksichtigen bei unserem Wirtschaften die begrenzte Regenerationsfähigkeit der Ökosysteme und die beschränkte Verfügbarkeit von Energievorräten ebenso wie die Sensibilität des Klimas für menschliche Einflüsse. Wir suchen Entscheidungen, deren Auswirkungen auch künftigen Generationen Raum zum Leben lassen. Die bei uns lebenden Kinder erhalten in besonderem Maße die Gelegenheit, sich mit der Schöpfung und ihrer Bewahrung ihrem Alter entsprechend auseinanderzusetzen.
Wir achten das Lebensrecht unserer Mitgeschöpfe
Die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Pflanzen und Tieren und ihren Lebensräumen wollen wir bei unserem Wirtschaften schonen und in unseren Liegenschaften fördern.
Wir wirtschaften dauerhaft umweltgerecht und sozial verträglich
Wir suchen bei allen Vorhaben die Wege, die die Umwelt am wenigsten belasten und fördern nachhaltiges Wirtschaften. Dem schonenden Umgang mit Rohstoffen und Energie kommt dabei besondere Bedeutung zu. Wir vermeiden und verringern kontinuierlich Belastungen und Gefahren für die Umwelt. Über die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben hinaus setzen wir die bestverfügbare Technik ein, soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist. Wir bevorzugen umweltfreundliche, insbesondere aus der Region stammende Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Bei der Auswahl unserer Geschäftspartner berücksichtigen wir ökologische Zielsetzungen.
Wir handeln als lernende Solidargemeinschaft
Als Instrument zur Umsetzung unserer Grundsätze führen wir ein Umweltmanagementsystem ein, das einen kontinuierlichen Prozess von Gewahrwerden und Optimieren unserer Umweltwirkungen begründet. Wir erfassen und bewerten regelmäßig unsere Leistungen und Umweltauswirkungen, vereinbaren Handlungsprogramme und benennen Verantwortliche. Wir dokumentieren und überprüfen unsere Ergebnisse mit dem Ziel einer stetigen Verbesserung. Wir wollen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv in Umweltfragen mit einbeziehen. Wir empfehlen, die Kinder, die in St. Lukas den Kindergarten besuchen, in einer ihrem Alter angemessenen Form in den Prozess einzubeziehen. Alles in allem streben wir eine gemeinsame Arbeit an, die maßgeblich auf dem Umwelt- und Qualitätsbewusstsein aller Beteiligten aufbaut. Soweit irgend möglich, beziehen wir alle Gemeindeglieder durch Information, Gesprächsangebote und Einladung zur Mitarbeit in den Prozess ein.
Als Gemeinde sind wir Teil der Gesellschaft
Wir glauben, dass wir als Teil der Kirche in die Gesellschaft hineinwirken können. Wir informieren regelmäßig über unsere Umweltaktivitäten und suchen auch in Umweltfragen den Austausch mit den Menschen und Institutionen in unserer Stadt. Wir sind offen für Kritik.