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Der Grüne Gockel - Kirchliches Umweltmanagement

Dienstag, den 17. August 2010 um 19:00 Uhr | Geschrieben von: Bernd Hawe |

Zusammen mit der Kir­chen­ge­meinde St. Lukas betei­ligt sich auch das Spi­ri­tu­elle Zen­trum St. Martin am kirch­li­chen Zer­ti­fi­zie­rungs­pro­gramm "Der Grüne Gockel".

Dabei über­prüfen kirch­liche Ein­rich­tungen ihre gesamte Arbeit auf ihre Aus­wir­kungen auf Umwelt und Nach­hal­tig­keit. In etwa einem Jahr sollen kon­krete Ver­än­de­rungs­vor­schläge gemacht und umge­setzt werden - das reicht vom Strom­ver­brauch über Wär­me­däm­mung, Lebens­mittel, Büro­ma­te­rial, Ver­kehrs­mittel und Geld­an­lagen bis hin zu regel­mä­ßigen Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tungen und theo­lo­gi­scher Besin­nung auf unsere Rolle und Auf­gabe als Teil der Schöp­fung.

Die fol­genden Leit­li­nien sind Ziel­ver­ein­ba­rungen, die künftig unser Leben und Han­deln im Spi­ri­tu­ellen Zen­trum St. Martin mehr und mehr bestimmen sollen.

Schöp­fungs­lei­t­li­nien St. Lukas/St. Martin Mün­chen:

Prä­ambel: „Im Glauben an die Liebe Gottes, des Schöp­fers, erkennen wir dankbar das Geschenk der Schöp­fung, den Wert und die Schön­heit der Natur. Gemeinsam wollen wir uns für nach­hal­tige Lebens­be­din­gungen für die gesamte Schöp­fung ein­set­zen“. (Charta Oecu­me­nica, 22.04.2001)

Wir sehen uns dabei ver­an­kert im Öku­me­ni­schen Pro­zess für Gerech­tig­keit, Frieden und die Bewah­rung der Schöp­fung.

arrowWir ver­stehen Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung als eine Kern­auf­gaben der Kir­chen
Wir glauben, dass wir diese Erde und unser Leben dem Wirken Gottes ver­danken. Den Schöp­­fungs­auf­trag, die Erde zu bebauen und zu bewahren, nehmen wir als Ganzes an. Des­halb betrachten wir den Schutz der Natur und der Umwelt als eine wich­tige Auf­gabe, die alle Bereiche kirch­li­chen Han­dels berührt.

arrowWir achten das Lebens­recht der Men­schen in anderen Regionen der Welt
Wir wollen mit den Roh­stoffen dieser Erde so umgehen, dass unsere Lebens­qua­lität nicht Umwelt­zer­stö­rung, Unge­rech­tig­keit und Armut in anderen Regionen der Einen Welt aus­löst. Wir bevor­zugen beim Ein­kauf fair gehan­delte Pro­dukte.

arrowWir achten das Lebens­recht künf­tiger Gene­ra­tionen
Wir berück­sich­tigen bei unserem Wirt­schaften die begrenzte Rege­ne­ra­ti­ons­fä­hig­keit der Öko­sys­teme und die beschränkte Ver­füg­bar­keit von Ener­gie­vor­räten ebenso wie die Sen­si­bi­lität des Klimas für mensch­liche Ein­flüsse. Wir suchen Ent­schei­dungen, deren Aus­wir­kungen auch künf­tigen Gene­ra­tionen Raum zum Leben lassen. Die bei uns lebenden Kinder erhalten in beson­derem Maße die Gele­gen­heit, sich mit der Schöp­fung und ihrer Bewah­rung ihrem Alter ent­spre­chend aus­ein­an­der­zu­setzen.

arrowWir achten das Lebens­recht unserer Mit­ge­schöpfe
Die Viel­falt, Eigenart und Schön­heit von Pflanzen und Tieren und ihren Lebens­räumen wollen wir bei unserem Wirt­schaften schonen und in unseren Lie­gen­schaften för­dern.

arrowWir wirt­schaften dau­er­haft umwelt­ge­recht und sozial ver­träg­lich
Wir suchen bei allen Vor­haben die Wege, die die Umwelt am wenigsten belasten und för­dern nach­hal­tiges Wirt­schaften. Dem scho­nenden Umgang mit Roh­stoffen und Energie kommt dabei beson­dere Bedeu­tung zu. Wir ver­meiden und ver­rin­gern kon­ti­nu­ier­lich Belas­tungen und Gefahren für die Umwelt. Über die Ein­hal­tung gesetz­li­cher Vor­gaben hinaus setzen wir die best­ver­füg­bare Technik ein, soweit dies wirt­schaft­lich ver­tretbar ist. Wir bevor­zugen umwelt­freund­liche, ins­be­son­dere aus der Region stam­mende Pro­dukte, Ver­fahren und Dienst­leis­tungen. Bei der Aus­wahl unserer Geschäfts­partner berück­sich­tigen wir öko­lo­gi­sche Ziel­set­zungen.

arrowWir han­deln als ler­nende Soli­dar­ge­mein­schaft
Als Instru­ment zur Umset­zung unserer Grund­sätze führen wir ein Umwelt­ma­na­ge­ment­­system ein, das einen kon­ti­nu­ier­li­chen Pro­zess von Gewahr­werden und Opti­mieren unserer Umwelt­wir­kungen begründet. Wir erfassen und bewerten regel­mäßig unsere Leis­tungen und Umwelt­aus­wir­kungen, ver­ein­baren Hand­lungs­pro­gramme und benennen Ver­ant­wort­liche. Wir doku­men­tieren und über­prüfen unsere Ergeb­nisse mit dem Ziel einer ste­tigen Ver­bes­se­rung. Wir wollen alle Mit­ar­bei­te­rinnen und Mit­ar­beiter aktiv in Umwelt­fragen mit ein­be­ziehen. Wir emp­fehlen, die Kinder, die in St. Lukas den Kin­der­garten besu­chen, in einer ihrem Alter ange­mes­senen Form in den Pro­zess ein­zu­be­ziehen. Alles in allem streben wir eine gemein­same Arbeit an, die maß­geb­lich auf dem Umwelt- und Qua­li­täts­be­wusst­­sein aller Betei­ligten auf­baut. Soweit irgend mög­lich, beziehen wir alle Gemein­de­glieder durch Infor­ma­tion, Gesprächs­an­ge­bote und Ein­la­dung zur Mit­ar­beit in den Pro­zess ein.

arrowAls Gemeinde sind wir Teil der Gesell­schaft
Wir glauben, dass wir als Teil der Kirche in die Gesell­schaft hin­ein­wirken können. Wir infor­mieren regel­mäßig über unsere Umweltak­ti­vi­täten und suchen auch in Umwelt­fragen den Aus­tausch mit den Men­schen und Insti­tu­tionen in unserer Stadt. Wir sind offen für Kritik.

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